Von Heiligenhafen nach Vlieland

9. - 14. Juni 2021


Am Kran in Heiligenhafen

Wie bereits in unserem letzten Beitrag erwähnt mussten wir zurück nach Heiligenhafen um die Moana aus dem Wasser zu hieven. Nach Überprüfung des Saildrives (der Teil des Getriebes der ins Wasser ragt, mit der Schraube daran) konnte keine Undichtigkeit festgestellt werden. Beim Oelwechsel war einfach zu wenig eingefüllt worden. Leider kann eine Prüfung nur ausserhalb des Wassers erfolgen; Pech!





Abschiedsessen im Casablanca


Bevor es losgehen kann bekommen wir noch die zweite Impfung gegen Corona. Diese ist unumgänglich um weiter entspannt zu reisen. Wir kombinieren unseren Ausflug mit einem tollen Abschiedsessen im Casablanca. Herzlichen Dank an das ganze Team es war einfach umwerfend und eine riesengrosse Überraschung!.....und wir kommen bestimmt wieder!





Von Heiligenhafen nach Kiel und durch den NOK (Nordostseekanal) nach Helgoland


Nach Abschluss der Arbeiten und der letzten Abschiedsfeier geht es endlich los Richtung Süden; jetzt vielleicht noch etwas übertrieben, aber zumindest in die richtige Richtung. Das Wetter zeigt sich von der gfuten Seite, aber leider mit sehr wenig Wind und wenn, dann wie gewohnt auf die Nase. Mit 3 Knoten Wind heisst es dann "Maschine an, vorwärts marsch". Wir kommen durch die Kielerbucht gut voran und fahren noch am Nachmittag in den NOK ein, ohne Wartezeit und zusammen mit einem Kümo (Küstenmotorschiff). Nach der Schleusung geht es direkt weiter nach Rendsburg. Dort, etwa in der Hälfte der Strecke liegen auch die grossen Werften von Lürssen und Nobiskrug. Diese sind spezialisiert auf den Bau von Superyachten. Leider ist die Krise an Nobiskrug nicht vorbeigegangen und momentan befindet sich die Werft vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Hoffen wir auch für die vielen Arbeitsnehmenden, dass ein neuer Investor gefunden wird. Trotzallem, wir konnten einige Blicke auf die Werften und die Superyachten an den Quais und in den Trockendocks werfen. Den Abend liessen wir im Hafenrestaurant bei einem leckeren Nachtessen aus-klingen.



....durch den NOK


Lürssen und Nobiskrug in Rendsburg



....und weiter von Rendsburg Richtung Elbe


Früh am Morgen geht es weiter durch den NOK Richtung Brunsbüttel, die Schleusenanlage zur Elbe. Wir wollen um den Mittag schleusen und mit der ablaufenden Tide nach Helgoland segeln. èber das Wetter können wir nicht klagen, schon früh morgens empfängt uns die Sonne beim Auslaufen. Die Artefakt ist bereits ausgelaufen (siehe das futuristische Schiff oben in der Bildfolge) und ist bereits an der Elbemündung, unterwegs Richtung Gibraltar.












Durch die Schleuse in Brunsbüttel, die Elbe hinaus nach Helgoland


Die Schleusung in Brunsbüttel ist problemlos. Wir dürfen zusammen mit einem grossen Tanker raus auf die Elbe. Bei der Ausfahrt kriegen wir sogar Vorfahrt. Anfangs kämpfen wir noch gegen den Tidenstrom, aber nach einer Stunde gehts zügig voran und wir werden kräftig Richtung Helgoland geschoben. Am Abend laufen wir im Hafen von Helgoland ein; immer wieder ein grossartiges Erlebnis. Wo ist der beste Platz? Längsseits an der "Happy Day" von Daniela und Beni. Die beiden empfangen uns herzlich und wir fühlen uns auf Anhieb sehr wohl und gut aufgehoben. Bei einem ausgedehnten Apéro sitzen wir noch lange draussen und genissen den wundervollen Abend.




Auf nach Helgoland


Ankunft im Hafen





auf der Promenade


Spektakulär sind die Sonnenuntergänge bei der "langen Anna" und den Basstölpel - Kolonien. Ein steiler Weg, oder eine lange Treppe führt aufs Oberland und auf den Rundweg um die Insel. Fantastische Ausblicke bis zum Horizont sind bleibende Erinnerungen auf dem Abendspaziergang.





Wir geniessen ein paar ruhige Tage auf der Insel und erkunden die Umgebung. Dazu gehört natürlich auch ein Ausflug zur Düne und den Kegelrobben und Seehunden. Traumhafte Strände, viel Wind und Sonne begleiten uns den ganzen Tag. Es bleibt uns viel Zeit um die Robben am Strand zu beobachten und ihre Schwimmkünste zu bewundern.



Besuch der Düne auf Helgoland


Nachtörn nach Vlieland (Niederlande)


Zu schnell vergeht die Zeit und wir müssen los, weiter Richtung Süden. Unser nächstes Ziel ist die Insel Vlieland aussen am Wattenmeer in Holland. Ein langer Schlag und auch unser erster Nachttörn auf dieser Reise. Wir laufen am Nachmittag um 13 Uhr aus und segeln entlang der Schiffahrtsstrasse in die Nacht hinein. Ein kräftiger Wind erwartet uns hinter der Hafenausfahrt und ziemlich hohe Wellen. Da uns bis jetzt noch keine "Seebeine" gewachsen sind, spüren wir beide leichte Seekrankheit. Zum Glück gibts Tabletten die sofort Abhilfe schaffen. Gegen Abend ist alles wieder im Lot und wir geniessen die Fahrt in den Abend und die Nacht. Bis morgens um 2 Uhr ist das Meer rauh, dann beruhigt sich die See und der Spuk ist vorüber.




auf dem Weg nach Vlieland....


Vlieland

Nach 22 Stunden erreichen wir am Nachmittag Vlieland. Wir haben gut kalkuliert und können den Flutstrom durch das Seegatt nutzen und die letzten 6 Seemeilen mit kräftigem Schub zum Hafen segeln. Kurz vor dem Anlauf bricht der Strom und wir schlüpfen ohne grossen Probleme durch die schmale Einfahrt in den Vorhafen.

Der Hafenmeister ist vor Ort und weist uns einen Platz direkt bei der Durchfahrt zum Yachthafen zu. Wie es in Holland so üblich ist liegt man im Päckchen, also an einem anderen Boot. Wir werden von unseren neuen Nachbarn herzlich mit Kaffee und Tee empfangen; schon toll diese Seglergemeinschaft.

Zwei Tage bleiben wir auf der Insel. Für unsere Entdeckungstour mieten wir Fahrräder Typ Holland. Hoch, schwer und mit Dreigangschaltung......glaubt uns, gegen den Wind war das schon eine Leistung :-).





Strand ohne Ende















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