Unsere ersten 60 Tage in der Karibik

Updated: Apr 9

Teil 2 22.12.2021 - 4.2.2022 / Le Phare bleu und wie wir die Insel kennenlernten


In der Zwischenzeit haben wir schon wieder viel erlebt, durchwegs Positives und sind wieder auf dem Weg von Martinique Richtung Süden um anfangs Mai wieder im Le Phare Bleu anzulegen. Die vergangenen zwei Monate waren voller Erlebnisse und Abenteuer, voll mit neuen Bekanntschaften und die Tage vergingen nur allzu schnell. Nun aber zuerst der Reihe nach. Wie versprochen der zweite Teil zu unseren ersten 60 Tagen in der Karibik. für die Zukunft können wir schon folgendes verraten; ab Mai werden wir sesshaft.



Die Marina der Entspannung

Das erste nach dem Aufstehen ist der Blick über die Bucht, jeden Morgen und immer wieder. Noch vor dem Kaffee und dass will etwas heissen. Die Wellen brechen sich am Riff, manchmal ist ein Fischer da draussen, meistens einfach blaues Wasser bis zum Horizont. Darüber wie gemalt die passenden Wolken, nicht zu gross, nicht zu klein, einfach gerade so wie Karibik aussehen muss. Genuss pur, drei Schritte über den Steg und ein Sprung ins Wasser, etwas salzig, aber das soll ja gesund sein. In der Trockenzeit (Winter) ist die Temperatur äusserts angenehm und das Wasser erfrischend. Wir schwimmen gemeinsam um den Hafen bis zum Sandstrand. Ab und an begegnet uns eine Schildkröte, die aber nach Sichtung der "grossen Fische" schnell im tieferen Wasser verschwindet. Dann soll da um die Ecke auch noch ein alter, grosser Barracuda leben, ihm wollen wir nicht begegnen. Kurz vor dem Strand schwimmen wir durch ein paar Seegrasfelder, die kitzeln dann an den Beinen und schon stehen wir auf dem Strand. Was für ein wundervoller Morgen!


Nach dem Frühstück gibt es meistens etwas am Schiff zu tun, fast wie zu Hause. Putzen, Schrauben, Wäsche, Wassertanks auffüllen und vieles mehr. Danach bleibt viel Zeit für allerlei Aktivitäten. Wir haben uns für einen Monat ein Auto gemietet, einen Toyota RAV4 mit abgelatschten Pneus, aber immerhin mit 4wheeldrive. Seitlich am Schiff hängt auch noch das Dinghy, welches wir rege für kleinere Ausfahrten in die Nachbarbuchten nutzen. Wir zu zweit, manchmal auch mit unseren Seglerfreunden Iris und Volker, sowie Traci und Andrew erkunden wir die Insel. Kreuz und Quer, über Stock und Stein, immer auf der linken Seite (ein Übrigbleibsel aus England :-)), entdecken wir wunderschöne Buchten, traumhafte Strände, begegnen vielen Menschen und lassen uns manchmal einfach treiben. Dahin wo wir etwas sehen, hören oder verfolgen einen Tipp den wir bekommen haben.


Christmasparty

Rechtzeitig zu Weihnachten sind viele von unseren Bekannten und neuen Freunden, die uns seit der Abfahrt in der Ostsee begleitet haben, in die Marina gekommen. Mit allen zusammen verbrachten wir ein wunderschönes Weihnachtsfest à la Caribbean.


Nun geht das auf Grenada nach "Englischen Vorschriften" zu und her, etwas verwirrlich für uns, kommt doch der Samichlaus erst am 25. Dezember zu den Kindern und dann noch am Morgen auf nüchternen Magen.


Der Kläuse waren viele, aber es hat die Kinder nicht erschreckt; Samichlaus mit der Crew der Lady Blue und sein Gehilfe im Hawaihemd.


Der Abend war dann eine lustige Mischung aus Tannenbaum, Christmaspudding und karibischen Tönen. Wie jedesmal an Weihnachten (stimmt das wirklich?) gab es ein tolles Essen und reichlich Rumpunch, mit Betonung auf Punch! Da es ja schon um 18 Uhr stockfinster wird (ausser da ist ein Mond und Sterne am Himmel) waren die letzten Gäste dann schon lange vor Mitternacht in ihren Kojen.


Für einmal war die Moana im Lichterglanz für den Weihnachtsapéro, danach gings in's "Island Fever" zum Festtagsschmaus.

Inselrundfahrt mit Traci und Andrew

Zur Rundfahrt nutzen wir unseren Toyota RAV mit "abgelatschten" Pneus. Die Vermieterin meinte nur lapidar das gehe auf jeden Fall noch :-). So hatten wir die Freiheit auf Entdeckungstour zu gehen und alle Winkel der Insel zu entdecken. Eine erste grosse Rundfahrt haben wir zusammen mit Tracy und Andrew unternommen. Beide haben wir auf den Kanaren kennengelernt. Sie waren unsere Bootsnachbarn. Mittlerweile hat sich eine schöne Freundschaft entwickelt und wir sitzen viel zusammen, quatschen, gehen zum Sport und auf gemeinsame Ausflüge.


Unsere erste grosse Tour auf eigenen Rädern führt uns an die Ostküste von Grenada hinauf über Soubise in der Grenville Bay in das Fischerstädtchen Grenville zum Pearls Airstrip und Mitten durch den Regenwald zum Grand Etang Lake und über St. George's zurück zur LPB - Marina. Gewaltig viele Eindrücke an einem Tag in nur wenigen Stunden. Soviel Leben in den Dörfern und am Wasser. Immer wieder werden wir von den Einheimischen angesprochen und gefragt woher wir kommen. Sie sind uns behilflich den Weg zu finden und geben gerne Auskunft. Strahlende Kindergesichter wenn wir aus dem Auto winken; überall begegnet uns Freundlichkeit und Interesse. Alles geht auch im gemässigten Tempo, sogar das Autofahren.


Unser erster Stopp in Soubise. Noch heute ist das Fischerdorf vom Hurricane Ivan ge-zeichnet (7.9.2004). Das Dorf war zerstört, aber die Bewohner sind trotz Einwänden der Regierung zurückgekehrt und haben alles wieder aufgebaut und leben jetzt zum Teil in sehr einfachen Häusern.








Ein Zwischenstopp bei Grenvilles Old Church und ein cooler Drink in "Rastaman's Bar". Positive, yeah man and good vibrations, yeah.......yeah man, have a good one, man!




Grenville selbst ist eine quirlige Stadt der Locals. Keine Hotels, keine Ferienhäuser und wenige Touristen. Als "Whitebreads" fallen wir hier ziemlich auf und werden von allen Seiten begutachtet; Rollentausch. Eine etwas spezielle Erfahrung aber gut und herzlich. Wir besuchen viele Läden,den Fischmarkt und für den Lunch ein Takeaway mit all den leckeren Spezialitäten der Insel. Verschiedene Wraps, Rotis und noch viel mehr werden angeboten. Für Gottfried Chicken-Roti, leider noch mit den Knochen drin, ein Abenteuer beim Essen!



Frisch gestärkt fuhren wir danach zum Pearlairstip. Wir begegnen einem Stück Zeit-geschichte. Alles liegt brach, die Piste ist frei befahrbar und am Rande liegen noch zwei Flugzeugwracks aus der Zeit der Invasion der USA Streitkräfte von 1983. Zeitzeugen des kalten Krieges, als der Einfluss von Kuba und der Sowietunion auf Grenada noch sehr gross waren (Über die Geschichte Grenadas könnt ihr gerne in Wikipedia nachlesen, sehr spannend).


Pearl-Airstrip, einstmals der international Airport of Grenada. Die Kätzchen haben ein neues Zuhause gefunden.


eUm die Runde zu schliessen geht es Inland hinauf in die Berge von Grenada und in den Regenwald. Vorbei an kleinen Dörfern und Siedlungen bis zum Grand Etang Lake, einem Kratersee inmitten der Insel. Die Vegetation und das Grün um uns herum sind intensivst und voller Leben; Vögel, kleine Reptilien, Monas (Affen), Schlangen und noch vieles mehr. Die Strasse schlängelt sich von der Küste bis hoch hinauf Richtung Mount Qua Qua und in die Schutzzone des Nationalparks. Ein wunderbares Erlebnis, wir kommen aus dem Staunen nicht heraus. Fast auf der Passhöhe zwischen den beiden Parish's St.Andrew and St. George's zweigen wir zum Grand Etang ab. Inmitten des undurchdringbaren Waldes liegt der See ganz still im ehemaligen Vulkankrater. Das Gewässer wurde bis anhin nicht erforscht, soll aber einen Ausgang zum Meer haben. Wgen Strömungen und Strudeln und auch weil der See als Wasserspeicher dient, ist Baden und Tauchen strengstens verboten.Die Oberfläche des Sees wächst mit Schlingpflanzen immer mehr zu, wie lange dauert es wohl noch bis der Dschungel den See zurück hat?




Grand Etang Lake


Auf dem Rückweg zum Phare bleu wird noch schnell eingekauft und dann haben wir uns ein Happy Hour Bier in der Marina verdient.


Strassen-Verkaufsstände gehören zum Bild in Grenada. Eine sehr gute Möglichkeit sich mit frischem Gemüse und exotischen Früchten einzudecken, garantiert Bio und nicht aus dem Kühlhaus.


New years eve

Man muss die Feste feiern wie sie fallen, warum auch nicht, wir geben uns dafür immer ganz viel Mühe :-). Zum Auftakt des Abends ein Apéro an Bord der Moana mit allerlei Leckereien aus drei Ländern; A,GB,CH





Apérotime auf der Moana mit Iris, Volker, Traci und Andrew; der Auftakt zum Silvesterabend


Danach die grosse Feier in der Marina mit allen Seglern und Sabrina Francis als liveact, super cool (www.sabrinafrancis.com). Hört einmal auf einem der vielen Musikportale rein. Sie ist eine begnadete Singer-, Songwriterin und versucht gerade durchzustarten. Am 28.5.22 werden wir wieder an einem Konzert von ihr dabei sein. Danach geht sie auf Europatournee, sicher auch in die Schweiz; empfehlenswert!

Ein tolles Buffet mit allem erdenklichen von der Insel, Wein, Bier und Gesang. Ein richtig englischer Silvester mit allem Klamauck der dazugehört. Nicht mehr ganz nüchtern sind wir frühmorgens in die Koje gekrochen........am 1.1.22 um 03:30pm waren wir schon wieder am Hash; es war leicht anstrengend, das Bier trat durch die Poren aus.....



Lightship Karaoke

Das Leuchtschiff wurde aus Schweden (Vesteras) in die Karibik verschifft und ist das Wahrzeichen des Phare bleu. Für die Segler gibts da Duschen, einen Aufenthaltsraum, eine Bar und im Bug eine Kanuschule. Vor Covid sind hier viele Veranstaltungen gelaufen, die letzten zwei Jahre ist es aber sehr ruhig um das Lightship geworden.

Um so mehr haben sich alle auf den Saisonstart und das Erwachen der Veranstaltungen auf dem Lightship gefreut. Los gings mit einem von allen heissgeliebten Karaokeabend (ohh noo!). Es war ein Spektakel ohne gleichen mit Beiträgen zum Weinen und mit absolut tollen Stimmen und unglaublichen Performern. Ein schöner Abend mit den Locals, den Expats und den Seglern. Gut schweizerisch haben wir uns vornehm zurückgehalten. Das nächste Mal wurde uns versprochen, dass 99 Luftballons in einer deutschen Version vorhanden sei........

Für viele war es ein Abend der die Pandemie vergessen liess und die Menschen wieder zusammen brachte, ein ausgelassener Abend für alle.


....und immer wieder: stir it up and rastaman vibration, positive.......


Exit one

Liebe Iris, lieber Volker bitte verzeiht uns, dass wir kein Foto von eurem Kahn haben. Dafür durfte ich schon einmal auf Euren Mast steigen :-). Ihr habt uns nachhaltig mit eurer "Exit One" (erster Ausstieg, bitte keine anderen Assoziationen) für Katamarane begeistert, wer weiss was daraus noch wird?! Wir waren immer gerne bei euch zu Gast und der Tunaabend hat alles übertroffen! Wir hatten sehr schöne Erlebnisse miteinander, sei es auf Insel-entdeckung, am Hash oder in der Marina. Nochmals herzlichen Dank, wir vermissen Euch und freuen uns auf ein Wiedersehen in Grenada!



Inselrundfahrt mit Iris und Volker

Tag 1

Die grosse, wirklich ausholende Inselrundfahrt war angesagt. Aber die Westküste in den Norden und danach über die Atlantikseite zurück mit dem obligaten Abstecher zum Grand Etang. Vor dem Sonnenaufgang stiegen wir ins Auto....das ist bloss Quatsch, wir sind immer froh wenn wir vor zehn Uhr loskommen. So war es auch dieses mal. Zuerst nach St.Georges und dann entlang der Küste vorbei am Kyrani James Stadion und dann war Schluss; Umleitung wegen eines Bergrutsches. Dieser ist schon vor einiger Zeit von statten gegangen, aber hier mahlen die Mühlen langsam. So ist das auch mit dem Strassenbau und die Häuser die mit abgerutscht sind waren nicht mehr zu retten.


Strassenumleitungen auf Grenada sind spannend zu fahren. Ohne Ortskenntnisse kann das leicht zu Verwirrungen führen und in der Einbahnstrasse enden; leider von der verkehrten Seite. Wir Touris sind allemal für ein kleineres Verkehrschaos gut und dann alles noch auf links. Auf Umwegen sind wir doch noch an unser erstes Etappenziel gelangt,Mount Edgecombe Plantation. Wunderbar gelegen oberhalb der Küste, versteckt im Wald mit einer grandiosen Aussicht. Leider hatte der Koch zur Lunchzeit gerade Mittagspause, ist ja auch voll verständlich bei dem Andrang und der grossen Hektik, hahaha. So ist nun einmal Grenada, man muss es einfach verstehen lernen, dann ist alles gut :-).




Immer noch hungrig machen wir uns auf den Weg ans Nordende der Insel. Unser Ziel ist das Petite Anse Resort mit Restaurant. Ihr seht, der Fokus ist auf ESSEN! Die Fahrt entlang der Küste ist abwechslungsreich und geprägt von steilen Küstenabschnitten, schmalen Strassen und einer üppigen Vegetation. Anders als im Süden ist die Besiedlung nur dünn, vorherrschend ist die Natur. Ein kurzer Zwischenstopp in Gouyave, leider ist wegen Covid eine Besichtigung der Nutmeg-Factory nicht möglich, aber dafür können wir uns am städtischen Feuerwehrauto kaum sattsehen.

Etwas verspätet haben wir dann doch noch einen leckeren Lunch im Petite Anse Restaurant bekommen, der Koch hatte diesmal Mitleid mit uns.


Rundgang in Gouyave








Auf dem Weg nach Petite Anse


Die Eindrücke dieser Tagesreise sind vielfältig. Für uns ist es nur Paradies, aber das täuscht nicht über die Nachwehen der Pandemie, oder Noch-Pandemie hinweg. Viele Betriebe sind geschlossen und viele helfen sich mit kleinen Verkaufsständen und vielfältigen Dienst-leistungen über die Runden. In unseren vielen kurzen Begegnungen und Gesprächen merken wir eines heraus, die Menschen hier sind sehr zufrieden mit dem was ist und was sie haben; schon sehr bemerkenswert.

Den Abschluss des Tages geniessen wir an der Grand Anse Bay im Coconutbeach bei einem kühlen Bier und Pinacolada und einem phänomenalen Sonnenuntergang.



Tag 2

Heute stehen Grenville, Belmont Estate und eine Fahrt zu den Monas im Grand Etang Forest Reserve an. Foodtechnisch sind wir schon einmal auf der richtigen Seite, der Belmont Estate beherbergt ein schönes Restaurant mit einem wunderbaren Lunchbuffet. Los gehts auf der altbekannten Route an der Ostküste Richtung Grenville; wir fühlen uns auf dieser Strasse schon etwas heimisch. Ein kurzer Rundgang durch Grenville, danach gehts zum Belmont Estate. Eine kleine Geschichte ist doch noch erwähnenswert. Wir parken am Ende einer kleinen Stasse, man glaubt es nicht, aber Parkplätze sind rar in der Stadt. Natürlich stehen wir im Parkverbot, ist ja klar. Eine nette Lady macht uns darauf aufmerksam, worauf in der Reihe weiter vorne ein Handwerker extra für uns sein Auto auf den Hof stellt, damit wir Platz haben. So sind die Menschen hier, hilfsbereit mit einem Lachen auf dem Gesicht.



Grenville mit Fischmarkt und Maskenpflicht


Belmont Estate: Schockoladenherstellung, tolles Lunchbuffet und allerlei Viechereien


Gestärkt machen wir uns auf zu den Monas (Monamerkatzen) die oben in den Bergen im Dschungel leben. Ein weiterer Anlauf, denn bis jetzt haben wir noch nie welche gesehen. Im State Forest gibt es einen Pfad der extra für die Besucher angelegt wurde. Nach starkem Regenfall wird das ganze zu einer netten Rutschpartie. Affen haben wir keine gesehen, aber Spass hats trotzdem gemacht und der Regenwald war eindrücklich.







Visitorcenter Traditionelle Kleidung


Pflanzenvielfalt


Wo sind die Monas


Lady Blue

Anstatt Hafenleben und Inseltour wieder einmal segeln. Gemeinsam mit Julia und Andrew segeln wir den Contest Zweimaster von Carriacou nach Grenada. Ein ruhiger Segeltag auf der Ladyblue und wieder einmal Zweimaster segeln, ein anderes Gefühl, stabil und gemächlich.



Dinghy Poker Run

Zum Jahresbeginn muss etwas Geld in die Kasse des Petit Calivigny Yacht Club (PCYC) der in der Marina ansässig ist. Der Club leistet viel Freiwilligenarbeit für die Kinder in der Um-gebung. Für alle soll Segeln erschwinglich sein und ihnen auch den Sport näher bringen. Einige können etwas beisteuern, andere werden durch die Spenden unterstützt. Darum also der Poker Run. Mit unseren Dinghys (Beibooten) fahren wir von Bucht zu Bucht um in den beteiligten Restaurants Pokerkarten zu sammeln. Am Schluss kann noch dazu gekauft werden, dann entscheidet das beste Blatt wer Sieger wird. An den verschiedenen Stationen gibts auch das eine oder andere Rhümchen zum probieren und ein paar Biere werden es bis zum Schluss auch. Es hat riesig Spass gemacht auch wenn wir nichts gewonnen haben. Und allemal war es für einen guten Zweck!




Pizza

Jeden Freitag und Samstag ist Pizzatime bei Nathale. Einst Restaurantbesitzer in Antigua hat er sich eine ruhigere Lebensart auf Grenada gesucht. Es gibt nur Pizzas, alles andere, sogar das Klopapier muss man selber mitbringen. Noel und Harisa haben uns diesen Geheimtipp verraten und uns auch dahin gebracht. Die Location auf der Insel! Wir verbringen einen entspannten Abend zusammen mit ihnen und ihrem Besuch Leila. Völlig entspannt auch ohne Happypizza, dafür mit zwei Flaschen Wein und Bier. Harisa und Noel haben wir an der Regattanight im Phare Bleu kennengelernt. Sie sind mit der "Mischievious" einer älteren 67 Fuss Rennyacht unterwegs. Während dem Covid-Lockdown in Grenada gestrandet und jetzt in der Benjibay an der Boje. Noel ist Bootsbauer und gemeinsam überführen Sie Boote und bieten auch Reparaturen an unseren Lieblingen an. Wir haben uns alle auf Anhieb sehr gut verstanden, uns angefreundet und sind ab und zu miteinander unterwegs. Toll, dass wir beide kennenlernen durften. Diese Begegnungen bereichern das Blauwasserleben!


Happy Pizzaplace



Noel bei der Arbeit

Die Tage gehen dahin und auch die Unterhaltsarbeiten hören nicht auf. Putzen, polieren und ab und an brauchts auch den Fachmann für Arbeiten die nicht selber erledigt werden können. Zum Glück gibts Noel für die Facharbeiten. Als Segler sollte man alle Finger behalten und sich auf das konzentrieren was man kann; putzen und schrauben halt.

Anmerkung der Redaktion: Ausser Putzen und Polieren läuft mit der Moana alles bestens, keine grösseren Vorkommnisse seit wir Europa verlassen haben :-).


Zusammen ein gutes Team....


La Luna, Hoogisland, Whispercove, Grand Anse und Happyhour

Die Tage sind ausgefüllt, manchmal fast etwas atemlos. Nun, wir wollen uns wirklich nicht beklagen, aber zwischendurch sind entspannte Tage auf dem Schiff auch wieder einmal gut.

Die Ausflugsziele auf Grenada sind zahlreich. Von der wundervollen Grand Anse Beach für einen entspannten Strandtag unter Palmen mit einem Drink vom Spice Market zum schicken Luxusresort La Luna für einen Apéro oder am Sonntagnachmittag zum Barbecue mit den Locals auf Hoogisland, es gibt viele schöne Orte zu entdecken. Auch das Whispercove Restaurant und Bar hat einiges zu bieten. Von der Marina aus nur eine kurze Fahrt mit dem Dinghy, quasi um die Ecke, lohnt sich die abendliche Ausfahrt. Gutes Essen, tolle Musik und eine sehr nette Bedienung. Manchmal können wir sogar das Tanzbein schwingen. Last but not least die vielen Happy Hours an verschiedenen Plätzen; man fragt sich schon wer das eigentlich erfunden hat.



La Luna, da lässt es sich aushalten


Sonntagsbarbecue auf Hoogisland. Einige Locals verkaufen auch gegrilltes und gekochtes an die Besucher. Ein tolles Erlebnis mit Blick aufs Wasser und die Bucht.


Traute Runde in der Whispercove: v.l. Volker & Iris, S&G, Biggi & Jan



Happy Hour mit den üblichen Verdächtigen


Teatime

Etwas Kolonialismus darf es schon sein (zwinker)

Rundgang in St.George's

St. George's ist die Hauptstadt von Grenada, ca. 30 min. von der Marina entfernt; ein schöner Nachmittagsausflug (google: St. George's Grenada) Anlaufpunkt ist der Fischereihafen, von da gehts über den Hügel ins Stadtzentrum zum Spice Market und hinauf zum Fort George. Von da aus eröffnet sich ein grandioser Rundblick über die Stadt und die Buchten bis hinüber zur Grand Anse und hinauf in die Hügel Richtung Fort Matthew. Wir lassen uns Zeit und entdecken viele neue Orte in der Stadt. Tolle Bars und Läden, ein bunter Markt und tolle Ausblicke belohnen uns für den langen Fussmarsch quer durch die Stadt. Es ist kein Vergleich zu den namhaften Städten dieser Erde, aber sehr authentisch, sehr nahe am Puls des Lebens und eine wahre Inspiration.



Treehouse

Das Konzert von Sabrina Francis war ein Highlight im Januar. Ein intimes Konzert mit nur 30 Gästen im Treehouse oben am Mt. Agnes wo Dieter und Jana ihr Haus und Studio gebaut haben. Wundervolle Klänge, eine klare Stimme, coole Beats in einer verzauberten Umgebung mitten im Regenwald. Das Besondere: jeder Gast bekommt einen Kopfhörer um das Klangerlebnis perfekt zu machen. Das Konzert wurde als Livestream in die ganze Welt übertragen; irrational wenn man sich mitten im Dschungel befindet. Umrahmt wurde der Abend mit Leckereien und Getränken, vor allem Rumpunch. Spät nachts sind wir dann leicht angesäuselt vom Berg gerollt mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen.




Mit Biggi & Jan zu den Seven Sisters Waterfalls und den Monas

Unseren vorerst letzten Ausflug unternehmen wir mit Biggi und Jan zusammen kurz vor unserer Abreise von Grenada. Wir kennen die beiden schon seit Amsterdam und begegnen uns auf dieser langen Reise immer wieder. Das schweisst auch ein bisschen zusammen und wir freuen uns immer riesig sie wieder zu sehen. Eine tolle Freundschaft!

Es geht hinauf zum State Forest in die Berge und da zum Startpunkt zu den Seven Sisters Waterfalls. Steil bergab gehts in die tiefe Schlucht im Regenwald. Bambus, Farnbäume und tausenderlei von tropischen Pflanzen säumen den Weg. Die Angelegenheit ist etwas schlammig und das vorwärtskommen eingeschränkt. Nach Bachquerungen und akrobatischem von Stein zu Stein hüpfen sind wir endlich da. Zwei der Wasserfälle sind gut erreichbar und haben auch ein einladendes Schwimmbecken im Unterlauf. Ein lokaler Führer der mit Gästen zu den Wasserfällen gewandert ist zeigt ein paar gewagte Sprünge über den Wasserfall hinunter. Es sind immerhin etwa 12 - 14 m! Wir gehen schwimmen, d.h. nur die "starken Männer", danach schnell wieder in die Klamotten, die Mosquitos haben uns auch schon entdeckt. Danach gehts zurück, weit hinauf zum Ausgangspunkt. Von da aus wollen wir weiter zu den Monas, den Monameerkatzen.




Bei der Einfahrt zum Grand Etang hält uns ein Einheimischer an und sagt wir sollen hier bleiben, die Monas seien da. Dann beginnt er mit Lockrufen, vermutlich "ihre Sprache" und hält Bananen auf seinen Händen. Die Monas sind Menschen gewohnt und leben auch in ihrer Umgebung in friedlicher Koexistenz. Sie sind auch nicht agressiv oder gefährlich. Eine Regel gilt, nicht anfassen. Dann plötzlich beginnt das Affentheater, unglaublich der Mona geht zwischen den Anwesenden auf Wanderschaft, zwischendurch auf Sicherheitsdistanz wieder einmal zurück in die Bäume. Ganz ruhig und mit viel Bedachtund und mit zarten Händen hält er sich an einem fest, ein unglaubliches Gefühl und ein toller Tagesabschluss.



Unsere weitere Reise

Seit anfangs Februar sind wir nun Richtung Norden unterwegs, resp. schon wieder auf dem Rückweg nach Grenada. Wir werden Euch schon bald von unseren Abenteuern in den Winwardislands berichten. Danke für Eure Geduld (zwinker, zwinker). Wir freuen uns auch jedesmal sehr über Eure Rückmeldungen!

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